Page's Bar 2002

Robert in London, 25. Mai 2002

apages0.jpg (7691 octets)Bericht von: Billinblack

Den Originalbericht von Bill in Englisch findet ihr hier: http://freencool.virtualave.net/st/Billinblack.htm

(Fotos von Jana Görlitz und Vreni Amacker)

 

Ich werde niemanden langweilen mit Details meiner Anreise, da sie (glücklicherweise) ereignislos verlief – es genügt wohl zu sagen, dass ich in der Page’s Bar ankam, mir einen Platz suchte und mich darauf vorbereitete, mich mit Robert fotografieren zu lassen.

Während meiner früheren Besuche im Page’s hatte ich es versäumt, ein professionelles Foto machen zu lassen, nur einen Schnappschuss von Robert und mir beim Autogramme-Schreiben am Ende des Abends. Gut dass ich dieses Jahr genug Geld dabei hatte – KEINE Fotos mit Robert waren erlaubt, außer denen, die der Fotograf machte. Außerdem hatten wir letztes Jahr keine Fotos kaufen müssen, um ein mitgebrachtes Bild unterschrieben zu bekommen (allerdings gab es eine strenge Regelung, wie viele persönliche Fotos man unterschreiben lassen konnte). Dieses Jahr wurde KEIN persönliches Bild unterschrieben, ohne dass man dafür ein Foto kaufen musste – pro mitgebrachtem ein gekauftes Foto. Ich verstehe ja diese Änderung und habe auch kein Problem damit, aber man hätte uns eigentlich im Voraus darüber in Kenntnis setzen können. Wenigstens wissen wir jetzt Bescheid für nächstes Jahr.

Die ganze Foto-Sache war wirklich nervenaufreibend. Ich HASSE es normalerweise sowieso schon, mich fotografieren zu lassen, und wenn ich vom Kopf bis zu den Füssen am Zittern bin, ist es bestimmt nicht der günstigste Augenblick dafür. Als ich dann allerdings an der Reihe war, schenkte mir Robert ein nettes Lächeln, streckte seinen Arm aus und legte ihn um meine Taille, während er sagte: „Hallo – Du siehst reizend aus"!!! Trotz allem gelang es mir immer noch nicht, in die Kamera zu lächeln. Übrigens ist das Foto eines der schrecklichsten, was JEMALS von mir gemacht wurde (und das sagt alles!). Wenigstens ist er gut darauf getroffen, so ist das nun mal...

Übrigens was das ‚"reizend aussehen" betrifft, denke ich, dass er es zu jeder anwesenden Frau gesagt hat! Er ist wirklich ein Star, dieser Junge!

Eine kurze Anmerkung zur Kleiderordnung: Robert trug schwarze Hosen, das gleiche dunkelbraune Sweatshirt, das er auch samstags bei der Fedcon anhatte über einem weißen T-Shirt, schwarze Schuhe (geputzt!) und die gleiche schwarze Lederjacke wie letztes Jahr im Page’s. Mein erster Gedanke zu seinen Haaren? „Sind sie gewachsen?!" Sie sehen etwas länger aus als auf den FedCon Bildern; und ja, da war ein bisschen Grau darin (YUM!). Später am Abend, als er seine Jacke auszog, sah ich, dass er eine Kette um den Hals trug – etwas was ich noch nie an ihm gesehen habe. Aber ich konnte nicht feststellen, ob auch ein Anhänger daran war, weil er sie unter dem Shirt trug.

Die Fotosession war gegen 17.30 Uhr zu Ende. Ich sah nicht, wie Robert wegging, aber es wurde uns gesagt, er käme so gegen 19.30 Uhr wieder für das Q&A. So verbrachten wir einige Stunden damit, uns über die Musikvideos zu amüsieren und zu lachen (ich kannte sie schon, kann sie aber immer wieder sehen, so lustig wie sie sind!). Mein persönlicher Favorit ist ‚The Brady Bunch’!

Oh, und „Nemesis" wurde auch gezeigt – und ich muss mich wirklich bei den netten Leuten entschuldigen, mit denen ich zusammen war, und gestehen, dass ich es WIRKLICH nicht so ganz ernst meinte, als ich sagte, es sei meine Lieblingsfolge, da ich Robert so am liebsten mag, gefesselt und geknebelt, da dies meine einige Chance bei ihm ist – EHRLICH!

So verging die Zeit ziemlich schnell, und bevor wir uns versahen, war es 19.30 Uhr. Bob kam auf die Bühne und bat uns, Robert willkommen zu heißen. Als dieser durch die Tür kam, setzte die Musik ein. Nun gut... die letzten Jahre wurde er immer mit der Voyager-Titelmelodie begrüßt, aber dieses Jahr war es... „Hey Mickey" von Toni Basil! (Ja, vor allem die Zeile "You're so fine you blow my mind" passte perfekt!). Eine MENGE Beifall und ein Blitzlichtgewitter folgten, sowie ein allgemeiner Aufruhr – wenn ich jetzt so daran denke, es war richtig aufregend!

apages00.jpg (10657 octets)Nach einiger Zeit kehrte wieder Ruhe ein, und Robert erzählte uns, wie glücklich wir sein konnten, ihn zu sehen, da er bei der Fedcon beinahe umgebracht worden wäre wegen seiner Aussagen über Star Trek! Wir hatten dann das Vergnügen die ersten Zeilen seines neusten Werkes zu hören, "What Star Trek Means To Me - A Poem By Robert Beltran" (Was Star Trek mir bedeutet – ein Gedicht von Robert Beltran). Die erste Zeile war:

"What Star Trek means to me... (Was Star Trek mir bedeutet)
...Puppies... and daisies..." (Welpen und Gänseblümchen)

Ihr habt es sicher erraten, dies ist sehr wahrscheinlich keines seiner ernsteren Werke!

Er sprach über die Dinge, die bei der Fedcon zum Thema ‚Mitglied in der Star Trek Familie sein’ gesagt wurden. Sein Kommentar: „Bedeutet das jetzt, dass Kirk mein Dad ist und Janeway meine Mom?" Was für spöttisches Gejohle von einem bestimmten Teil des Publikum sorgte!

Er hatte anscheinend gesagt, dass es seiner Meinung nach bei der ganzen Star Trek Franchise einfach um Geldverdienen geht und Conventions eben ein Teil der Maschinerie seien, wie die anderen Produkte, Artikel und Filme auch. Worauf ein cleverer Typ (ich nenne keinen Namen!) ihm zurief „Was meinst Du, warum es Cons heisst?" (con = reinlegen), was ihn zum Lachen brachte. (Ich fasse hier nur zusammen, und es ist mir wohl bewusst, dass hier der Einwurf gemacht werden könnte, dass er selbst ja auch immer noch durch Star Trek bezogene Dinge, wie auch seinen Page’s Auftritt, Geld verdient. Und er könnte dadurch heuchlerisch erscheinen. Ok, ich bin vielleicht vernarrt in ihn, aber ich glaube ganz ehrlich, dass er kein Heuchler ist. Lasst es uns klarstellen, wir wollen ihn doch sehen; und ich denke, er tut wirklich sein Bestes, die Leute glücklich nach Hause zu schicken, auch ohne sich der Parteidisziplin zu unterwerfen, falls er damit nicht einverstanden ist. Bei Robert habe ich das Gefühl, dass man das bekommt, was man sieht – und lasst und darüber im Klaren sein, es ist doch gar nicht so schlecht!)

Dann trug er wieder einige Zeilen seiner ‘Gedichtes’ vor:

"What Star Trek means to me... (Was Star Trek mir bedeutet)
...Tricorders, and phasers, and Janeway's hair... (Tricorders und Phaser und Janeways Haar)
...7 of 9s...
(Pause, und dann rief jemand "Wurmloch"! Er entschied dass "duale Persönlichkeit" angebrachter war – Ihr könnt Euch sicher die Handbewegung vorstellen, die diese Aussage begleitete!)"

 

Dann fing die eigentliche Question & Answer Session an.

 

Erste Frage: What was it like snogging 7 of 9? (Wie war es 7 of 9 zu knutschen?)

Nun denke ich mir, snogging ist so ein typisch britischer Ausdruck, dass nicht jeder weiß, es bedeutet "küssen". Robert schien die Bedeutung nicht zu kennen und es wurde ihm daher erst erklärt – er meinte dazu, es würde viel grober klingen als ‚kissing’. Er sagte dass Jeri Ryan reizende Lippen hätte, aber das man die Anwesenheit von Scheinwerfern, Kameras und „sabbernden Technikern" nicht vergessen dürfe – er würde es nicht gerade als Spaß beschreiben, aber Jeri machte es erträglich. Jemand fragte, was Brannon Braga davon hielt, dass Robert seine Freundin küsse, aber Robert meinte, das wäre ihm vollkommen egal.

 

Nächste Frage: Welche Pläne hat er für die Zukunft?

Er erzählte, dass er gerade einen kleinen Film abgedreht hat – als jemand nach dem Titel fragte, sagte er nur: „Es heißt Kleiner Film". Dann nannte er doch den Titel ‚Broken Sky’, worin er angeblich einen Indianer, Cochise spielt und eine seiner Zeilen war „Captain, Himmel zerbrochen, Hilfe, große Schwierigkeiten...". Das war natürlich nur Spaß, da er wahrscheinlich keine Einzelheiten nennen darf. Aber er bestätigte, dass es beim Sender PBS laufen und irgendwann auf Video erscheinen würde.

Davon abgesehen, hätte er genug damit zu tun, sich bei den Mächtigen der Filmindustrie in Hollywood „wieder bekannt zu machen". Er bekäme ständig die Reaktion „Hey, ich erinnere mich an Dich – warst Du nicht in Eating Raoul?" „Nun ja, das stimmt" „Und was hast Du seitdem gemacht?" „Ich habe 7 Jahre damit verbracht, in Voyager zu spielen...". Es ist anscheinend eine frustrierende Erfahrung für ihn.

Er meinte dann, er habe das Gefühl, dass der IQ Level in Amerika, und besonders in Hollywood, um 25 % gesunken ist seit Bush an die Macht kam – aber glücklicherweise gäbe es neuerdings Anzeichen, dass die Lage sich langsam bessert.

 

Nächste Frage: Was hat ihm in London besonders gefallen?

Er liebt das Theater und hat während seines Aufenthaltes einige Stücke gesehen: "Lady Windemere's Fan" (Oscar Wilde) am Donnerstag, und "Humble Boy" (das ich nicht kenne, aber es spielen wohl Dennis Quilley und Felicity Kendall) am Freitag.

Er erwähnte noch, wie sehr er seinen Aufenthalt in München genossen hat – er beschrieb die Stadt als „kulturell", „sauber" und mit „einer Menge hübscher Mädchen"!

 

Nächste Frage: Würde er gerne in London arbeiten?

Er würde gerne überall arbeiten, solange er dafür bezahlt würde! Er sprach von den schlechten Kritiken die Madonna kürzlich für ihr neues Stück bekommen hat, und wie britische Kritiker anscheinend etwas gegen amerikanische Schauspieler haben, die zum Arbeiten nach London kommen (Ich will eine Zeile von einer Madonna Kritik zitieren, damit man es sich vorstellen kann: „Madonna ist die Ausnahme von der Regel, dass irgendein alter Yank auf unsere West End Bühnen kommen und die Menge und die Kritiker beeindrucken kann" – boshaft oder?). Wie Robert sagt, Leute gehen dorthin, wo Arbeit ist, und warum sollten sie nicht einen Job annehmen, der sie interessiert?

 

Nächste Frage: Warum er bei der Fedcon nicht gesungen habe und ob er jetzt für uns singen würde?

Er erklärte, dass er regelrecht krank gewesen wäre in Bonn, durch den Zigarettenrauch in den Bars und Restaurants, so dass er nicht in der Lage war zu singen. Er fragte die Fragestellerin, was er denn singen solle – sie antwortete "You Are My Sunshine" – und wisst Ihr was? Er sang (wieder) nicht! Ich bin mir nicht sicher, wie er sich dieses Mal wieder aus der Affäre gezogen hat, aber er gab und dafür eine andere Zeile seines ‚Gedichtes’:

"What Star Trek means to me...
...Star Trek is ice cream and bonbons..."

 

Nächste Frage: Der Fragesteller hatte nur die magischen Worte "Garrett Wang" zu sagen (und er sagte Wang nicht Wong wie es richtig ausgesprochen wird) und Robert schoss zurück "Garrett Wang is a wanker!" (Garrett Wang ist ein Wichser!). Der Typ erzählte, dass er Garrett auf der Bühne über die Furz-Kriege am Voyager Set hat reden hören, und wollte wissen, ob Robert auch daran teilgenommen hat?

Robert sagte nein, er wäre kein Teilnehmer, sondern das Opfer gewesen - "hey guys, sind wir denn alle noch 7 Jahre alt?".

 

Nächste Frage: Habe sie nicht genau verstanden (es gab keine Mikrofone für die Fragenden, daher war es manchmal unmöglich zu verstehen, was gefragt wurde), aber es war etwas über Hamlet.

Robert:- "Oh, wisst ihr...sein Vater starb... der Geist kam zurück...erzählte Hamlet "Dein Onkel hat mit ermordet, und übrigens, Deine Mutter ist eine Hure..." ihr wisst schon wie das geht"!

Ich kann dem Jungen eine vielversprechende Zukunft in der Reduzierten Shakespeare Companie voraussagen!

 

Nächste Frage: Was ist mit dem Galaxy Ball los?

Robert meinte, dass der neue Direktor (?) der DSALA beim letzten Galaxy Ball mit ihm sprach und was in der Art erwähnte 'Das ist eine gute Sache; ist das Ihr erster Ball?' Robert erklärte uns, dass in den 4 Jahren seit es den Ball gibt, ungefähr 120-150.000 Dollars eingenommen wurden, und dass der größte Teil der Werbung und Organisation bei Robert und seinen Helfern lag, und nicht der DSALA. Und dann kommt dieser Typ und weiß gar nichts davon...

Robert hat der DSALA trotzdem vorgeschlagen, dieses Jahr wieder einen Ball zu veranstalten, aber es wurde ihm erklärt, es gäbe einen Führungswechsel in der Organisation, und sie wären daher leider nicht in der Lage, ihm die nötige Unterstützung wie bisher zu geben. Robert sieht keine Möglichkeit, es alleine zu organisieren, und hat die Idee daher fallen lassen - allerdings nur für dieses Jahr; in Zukunft soll sich das wieder ändern.

 

Nächste Frage: Etwas in der Art, welchen Captain er vorgezogen hätte - Kate Mulgrew oder Genevieve Bujold? Oder wäre er lieber selbst der Captain gewesen?

Ich glaube nicht, dass er den ersten Teil der Frage beanwortete, aber er meinte, es hätte ihm nichts bedeutet, ob er Captain gewesen wäre oder nicht - "Voyager bedeutet sowieso nur Janeway und Seven und der Doktor". Er machte klar, dass er nach der langen Zeit längst über das Post Voyager Stress Syndrom weg ist - ja wenn ihn jemand diese Frage vor 2 Jahren gestellt hätte, aber jetzt...

Er glaube auch nicht daran, dass es je einen Voyager Film geben würde - er hat das Gefühl, dass einer der Gründe warum Scott Bakula für Enterprise ausgewählt wurde darin liegt, dass Scott viel Erfahrung mit Kinofilmen hat und nach Next Generation sicher Enterprise Kinofilme an der Reihe wären.

 

Nächste Frage: Mache er sich Gedanken, auf bestimmte Rollen festgelegt zu sein?

Darauf antwortete er belustigt, dass er sich um die Rolle des George Washington beworben hätte, aber leider abgelehnt worden wäre, und dass es ihm bei dem Vorsprechen für Henry VIII leider genauso gegangen wäre. Ja er wäre sogar als Hermann Göring nicht genommen worden...! Als er dann aber für Sitting Bull vorgesprochen hätte...

Seriöser dann, meinte er, dass seine Rassenzugehörigkeit ihn sicher nicht daran hindern würde, eine Rolle zu bekommen, wenn er der Richtige dafür sei.

 

Nächste Frage: Er hätte Broken Sky eher als einen surrealen Film beschrieben, nicht Science Fiction wie behauptet würde. Was sei es nun wirklich?

Als er von einer Journalistin aus San Antonio zu dem Film interviewt wurde, hatte er versucht, es ihr zu erklären, aber sie hätte ihm nicht richtig zugehört und dann geschrieben 'Beltran spielt wieder in einem Science Fiction Film' (ja, ich fasse hier zusammen, da ich nicht verklagt werden will! Lasst und einfach sagen, Robert hat hier eine farbenfrohere Sprache benutzt...!) Für ihn ist Broken Sky in manchen Augenblicken surreal, aber auf keinen Fall Sciene Fiction.

 

Nächste Frage: Nun, eher eine Klage, von einem Typen, der Endgame (Endshame, wie er sagte) gar nicht zu mögen schien.

Und Robert konnte dem anscheinend nur zustimmen - er nannte die Episode "Gobshite"! Er äußerte sich zu dem Problem mit den Drehbuchschreibern, wie er es sah: Zu Beginn der Serie waren es ältere, in dem Metier erfahrene Leute (er erwähnte Jeri Taylor und Kenneth Biller). Dann kamen junge Leute in den Zwanzigern dazu, deren ganze Lebenserfahrung darin bestand, dass sie "mal einen feuchten Traum hatten". Nicht gerade beeindruckend.

 

Die nächste Frage kam dann von Robert selbst. Eine Lady unter den Zuschauern wirkte sehr genervt über seine Aussagen - er wollte wissen, was los ist, aber sie sagte es ihm nicht. Er bot ihr dann an, ihr das Eintrittsgeld zurückzuzahlen, wenn sie so unglücklich sei über ihn. Er fragte sie, wie viel das Ticket gekostet habe - 10 Pfund wurde ihm gesagt, und er suchte in seiner Hosentasche nach Geldscheinen, hatte aber nur eine 20 Pfund-Note und fragte sie, ob sie ihm rausgeben könnte. Sie wollte die 20 Pfund behalten, er meinte aber, ihre Drinks könne sie sich schon selbst bezahlen. (Ich gebe zu, dass sie mir irgendwie leid hat. Es ist nicht so einfach, mit Robert zu argumentieren, noch dazu in einem Raum mit 160 Leuten - nun, ich denke, ich wäre nicht dazu in der Lage gewesen.)

Er sprach dann über die die-hard Star Trek Fans, die "im Keller ihrer Eltern sitzen und jammern: 'Robert Beltran, Du Fucker, Du ruinierst Star Trek für uns!'etc..." Er meinte, er habe nicht nur das Recht auf eine eigene Meinung, sondern da er ja sieben Jahre bei Voyager gearbeitet hat, hätte er doch einen viel besseren Blick hinter die Kulissen der Maschinerie als die Fans. Und obwohl er in den letzten Jahren seine Meinung laut und deutlich gesagt hätte, wäre er nicht rausgeworfen worden, eine Tatsache, die er fast bedauert hatte.

 

Nächste Frage: Jemand frage ihn, warum er nicht freiwillig gegangen wäre?

Antwort: "Es gibt so etwas wie einen Vertrag!" Warum habe er nicht einfach mehr Geld verlangt - dann wäre er sicher rausgeflogen? "Ich fragte - und sie gaben es mir tatsächlich!" Auf den Vorschlag hin, er hätte sich mit Drogen vollpumpen könnten, meinte er, er hätte doch extra mit Drogen aufgehört, weil Voyager so schlecht geworden war. Er hatte Angst gehabt, sein Drogenkonsum sei daran Schuld.

(Leute, lasst uns das klar sehen. Dieser letzte Teil über die Drogen war nur ein JOKE! Er meinte keineswegs, Drogenkonsum sei die Lösung für Existenzprobleme, ganz sicherlich nicht! Es war eben ein typischer, spontaner Robert Beltran-Joke, der mal wieder etwas daneben war,  aber nicht so gemeint war.)

 

Nächste Frage: Wen mochte er lieber, Janeway oder Seven?

Antwort: "Tom Paris!" Für diese Bemerkung bekam er sogar einen "Gay"-Drink spendiert, einen Marguerita, den er vorsichtig beäugte und ablehnte, ihn zu trinken, da etwas "seltsames" an der Oberfläche schwamm (FRAGT BESSER NICHT!)

 

Nächste Frage (und ja, jemand hat das wirklich gefragt - man kann zumindest nicht sagen, die Fragen seien nicht originell gewesen): Welche war Deine liebste Muppet?

Antwort: "Neelix!"

 

Nächste Frage: Liest er Fan Fiction?

"Ich habe nicht mal die ECHTEN Voyager-Stories gelesen, warum sollte ich dann..." Mit anderen Worten, nein, er liest so was nicht.

 

Nächste Frage: Wie hätte er Voyager enden lassen?

"I don't really give a flying fuck - they paid me!" (O-Ton Robert! LOL Das muss wohl nicht übersetzt werden, oder?)

 

apages000.jpg (14497 octets)Nächste Frage: Hat er irgendwas als Souvenir vom Voyager Set behalten?

"Nun, 7 of 9 gab mir etwas GANZ spezielles, und Tom Paris gab mir etwas, was ich nie vergessen werde!". Er hätte eigentlich gerne Chakotays Medizinbeutel behalten. Jemand fragte, ob vielleicht sein geistiger Führer in gestohlen hätte, und darauf folgte eine Debatte, was denn nun dein Totemtier eigentlich gewesen sei - Bär, Schlange, Wolf... oder gar Schildkröte?

 

Nächste Frage: Gibt es irgendwelche Orte in der Welt, wo er gerne hingehen würde?

Er sagte Afghanistan - um sich dafür zu entschuldigen, was den Leuten dort angetan wurde. (Irgendwann im Laufe des Abends, und ich bin nicht sicher, ob es in diesem Augenblick war, sprach er vom Bombenwerfen in Afghanistan: "Ja, wir haben es toll hinbekommen, diese BERGE niederzubomben. Oh, und nebenbei haben wir ein paar Kanadier getötet, aber so ist Krieg nun mal - Bomben auf Berge werfen..." (Recht sarkastisch, nicht wahr, aber ich denke, er hat seinen Standpunkt klar gemacht...)

 

Nächste Frage: Was gab es Neues von den Drehbüchern, die er schrieb?

Er meinte, eines hätte er bald beendet (er sagte es nicht, aber ich vermute, dass es das über Napoleon ist), und eins wäre gerade fertig geworden. Es wäre eine Neubearbeitung von Macbeth, in einem moderneren Rahmen, (und jetzt kommt wieder der Fun-Teil) das er hoffe, in einen Low-Budget-Film umsetzen zu können; er würde natürlich spielen, Regie führen und produzieren, außerdem den Titelsong singen - und ja, 7 of 9 käme auch darin vor.

 

Das Q&A kam dann langsam zu seinem Ende, aber Robert machte zum Schluss noch einmal klar, dass trotz all seiner flippigen Aussagen, er natürlich "großen Respekt und Mitgefühl für alle die hätte, die in der amerikanischen und anderen Armeen gegen die 'Mächte des Bösen' kämpfen würden".

Nett gesagt, lieber Junge...

 

An diesem Punkt meines Berichtes möchte ich auf einige Aussagen von Robert zurückkommen, die mir wieder einfallen, die ich aber nicht so recht in das Q&A einordnen kann:

Zum kürzlich stattfindenden Treffen zwischen George Bush und Vladimir Putin - er sprach darüber wie Putin es Bush gezeigt hat. Bush war dagegen, dass Russland ein Teil der "Weltwirtschaft" wird, wegen ihrer Geschäfte mit Irak und Iran. Putin hatte darauf geantwortet, dass andere westliche Länder genau das Gleich getan hätten, und der Beweis dafür schriftlich vorläge. Wie Robert es ausdrückte "Wenn Bush nur lesen könnte..."

Jemand meinte, er hätte sicher die Demokraten gewählt bei der letzten Wahl? Robert meinte, sie sollen nicht glauben, er wolle damit sagen, das Gore besser gewesen wäre als Bush - "Gush? Bore? Gush? Bore?" Er scheint von keinen der Beiden sehr viel zu halten!

Aber er machte auch klar, dass wenn Amerika wegen seiner Politik angegriffen wird, es nicht das amerikanische VOLK betrifft, dass sich dumm verhält, sondern die amerikanische REGIERUNG, und dies gilt für alle anderen Länder auch.

Was 'Pants' betrifft - eine weitere Lektion der Eigenarten der britischen Sprache wurde hier klar...

Jemand machte eine Bemerkung im Laufe des Abend über etwas was "complete pants" sei - und unser Mr. B. wirkte gleich mehr als durcheinander! "Pants" wird im englischen benutzt um etwas zu beschreiben, was absoluter Blödsinn, Quatsch, Nonsens etc. ist - es kommt von der englischen Bedeutung des Wortes 'Pants' für Unterwäsche. Nun, wir haben versucht, es ihm zu erklären, aber ich bin nicht sicher, ob er es so richtig verstanden hat...

 

Nach der ganzen Fragerei (die etwa eine Stunde gedauert hat) ging es ans Autogramme-Schreiben.

Als ich an die Reihe kam, legte ich Robert drei Fotos vor: das schreckliche Bild, was früher am Tag von ihm und mir gemacht worden war, das Foto von Robert mit dem kleinen Schimpansen (verdammt, dieser Affe sieht besser aus als ich - vielleicht hätte ich mir darauf eine Widmung geben lassen sollen!) und das Poster von 'Star Trek Monthly' Nr. 74. Für alle, die es nicht gesehen haben, es ist eine Ganzkörperaufnahme von RB als Chakotay in Uniform. Er schaut nicht direkt in die Kamera, sondern irgendwohin in die Ferne, mit einem irgendwie sanften und unschuldigen Ausdruck auf seinem Gesicht.

Als ich zu Robert kam, wurde ich wieder mit einem strahlenden Lächeln und einem Arm um meiner Taille (leider viel zu kurz!) begrüßt. Er unterschrieb die 2 ersten Fotos, dann gab ich ihm das Poster zum Unterschreiben.  Er sagte: "Ich frage mich, wohin ich geschaut habe, als dieses Foto gemacht wurde?" Ich antwortete! "Oh, ich vermute mal, dass Du das Spiel gespielt hast, das ich als Kind immer im Zug spielte. Weißt Du, Du sitzt da in einem überfüllten Abteil und starrst die ganze Zeit an die Decke - bald fangen alle Leute an, zur Decke zu schauen, um zu sehen, was es dort so interessantes gibt." Das brachte ihn zum Kichern! Dann umarmte er mich noch einmal, drückte meine Hand uns sagte: "Danke, dass Du gekommen bist" (und ich: "Nein, ich muss mich bei DIR bedanken" - was für eine dumme Bemerkung von mir!!!), und ich drückte einen Kuss auf sein Wange (seufz).

Die Autogrammstunde war so gegen 22.40 Uhr beendet, und Robert kündigte an, dass er in einigen Minuten für ein paar Drinks und etwas Smalltalk wieder in der Bar sein würde. Leider musste ich meinen Bus nach Hause erwischen, aber ich traf Robert noch an der Tür, um ihm tschüss zu sagen und schaffte es sogar, noch einen Kuss abzustauben (ja!!!)

Alles in allem, wieder ein sehr vergnüglicher Abend. Es war sehr schwierig das alles 'zu Papier" zu bringen - mir ist nur zu bewusst, das einige der Dinge, die Robert bei solchen Gelegenheiten sagt, manchmal etwas ruppig wirken und nur schwer zu akzeptieren sind. Und es ist nur zu einfach, seine Worte so zu verdrehen, dass sie mit der eigenen Vorstellung, die man von ihm hat, übereinstimmen - und dies gilt nicht nur für die Anti-RB Brigade. Auch ich habe mich vielleicht dessen schuldig gemacht. Ich gebe es zu, ich finde, er sieht gut aus, aber vor allem mag ich seine Art - er scheint ein sehr aufmerksamer, lustiger, intelligenter, witziger und mitfühlender Mann zu sein, der einen schalkhaften Humor hat, ein unglaubliches Lächeln, und nicht zu vergessen... diese Beine!!!

Was man leider nie in einen geschriebenen Bericht einbringen kann, sind Lächeln, Lachen, Grimassen, Handbewegungen, Tonfall der Stimme, die verschiedenen Akzente usw., die den Abend WIRKLICH ausgemacht haben (deshalb haben wir wenigstens einige Bilder eingefügt. Anm. d. Übersetzers). Ihr denkt, manches was er gesagt hat, sei lustig? Nicht halb so lustig, wie wenn Ihr es selbst gehört und gesehen hättet!

Ich habe versucht, den Bericht so ehrlich wie möglich zu schreiben - ich stimme nicht allem zu, was Robert Beltran gesagt hat, aber ich finde, er hat das Recht zu sagen was er denkt, und ich hoffe, ich habe ihm Gerechtigkeit zukommen lassen.

Bill
Mai 2002

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Und wenn ihr noch weitere Fotos von Vreni und Jana sehen wollt, dann klickt HIER

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