Review des Films 'Gaby: A True Story'

 

Gaby ‘a True Story’

Ein Film von: Pinchas Perry

Regisseur: Luis Mandoki

Mit:

Rachel Levin (Gaby)

Norma Aleandro (Florencia)

Liv Ullman (Gabys Mutter)

Robert Loggia (Gabys Vater)

Lawrence Monoson (Fernando)

Robert Beltran (Luis)

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Auf die Mitwirkung an dem Film ‘Gaby’ ist Robert besonders stolz, wie er im Laufe einer Convention bemerkte. Diese wahre Geschichte erzählt vom Leben der Gaby Brimmer, die in Mexico als Tochter jüdischer, vor den Nazis geflüchteter, Emigranten mit einer schweren Gehirnlähmung geboren ist, die es ihr unmöglich macht, zu sprechen oder sich zu bewegen, mit Ausnahme ihres linken Fußes. Ihr Kindermädchen und Pflegerin, Florencia, die selbst keine Familie und keine Kinder hat, kümmert sich liebevoll um Gaby und bringt ihr bei, mit ihrem linken Fuß zu kommunizieren. Es stellt sich bald heraus, daß Gaby außergewöhnlich intelligent ist; sie lernt mit Leichtigkeit Lesen und Schreiben mit Hilfe einer Schreibmaschine. Sie geht in eine Schule für behinderte Kinder, hat dort hervorragende Noten, ist aber nicht glücklich. Zusammen mit ihrem Freund Fernando entschließt sie sich, die Sonderschule zu verlassen und sich an der Universität von Mexico einzuschreiben. Sie besteht die schwierige Aufnahmeprüfung - alleine, da ihr Freund nicht den Mut dazu gefunden hat.

Gaby bekommt ihre Zulassung für die Universität und macht dort schnell Fortschritte, findet jedoch durch ihre Kommunikationsschwierigkeiten kaum Freunde... bis zu dem Tag, an dem Luis, ein Student aus ihrem Semester, sich für das junge Mädchen interessiert. Es gelingt ihm, ihre eine Arbeit als Journalistin zu besorgen, aber als Gaby sich immer mehr zu dem jungen Mann hingezogen fühlt, versucht die sich sorgende Florencia, die eine erneute Enttäuschung für Gaby befürchtet, sie von ihrem neuen Freund zu entfernen. Gaby wehrt sich dagegen, aber die Befürchtungen ihres Kindermädchens waren berechtigt.. Luis, dem Gaby ihre Gefühle und Wünsche offenbart, fühlt sich nicht stark genug, die Beziehung mit der so willensstarken, aber in ihrem Körper gefangenen jungen Frau fortzusetzen - und auch er verschwindet aus ihrem Leben...

‘Gaby’ ist zweifellos einer der bewegendsten Filme, die ich je gesehen habe. Natürlich vor allem, weil es sich um eine wahre Geschichte handelt und die Darstellung der Schauspieler - und besonders der Schauspielerinnen - makellos ist. Rachel Levin ist perfekt in dieser Rolle; es ist schwierig zu glauben, daß sie nicht wirklich Gaby ist (die vor kurzem in Mexiko gestorben ist). Der Beginn der Beziehung zwischen Gaby und Luis (Robert Beltran) bietet die Gelegenheit zu mehreren sehr bewegenden Szenen. Die Simplizität und die Natürlichkeit, mit der der junge Mann mit der jungen Frau trotz ihres Handicaps "kommuniziert" ist sehr aufschlußreich - die Szene in der Diskothek, wo er ihren Rollstuhl im Kreis dreht und sie ihn seine Arme nimmt, um mit ihr zu tanzen, ist wunderschön gespielt, eine unterschwellige erotische Spannung ist hier und da trotz der Behinderung für den genauen Betracher wahrzunehmen. Ein mutiger Film der einer mutigen Person gewidmet ist.

"Wenn das Leben aus so vielen Dingen besteht, die ich nicht bin
Mein Gott, dann gib mir die Kraft zu sein, was ich bin."

                                                                             Gaby Brimmer

 

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