Robert Beltran auf der Dallas Comic Con

30.06 - 01.07.2007:    

Robert Beltran war Gast auf der Dallas Comic Con, einer in Richardson in der Nähe von Dallas, Texas, USA abgehaltenen Convention und Dealer Expo.

Unsere Freundin Monika hat erneut den Atlantik überquert, um Robert dort zu treffen, und sie hat uns natürlich wieder einen interessanten Bericht sowie viele tolle Fotos mitgebracht. (Mehr Fotos findet ihr hier!)

 

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Es ist ein weiter Weg nach Dallas/Texas


Es brauchte viel Zeit und viele Stunden ohne Schlaf um nach Richardson nahe Dallas zu kommen. Meine ersten Schritte brachten mich von Wien nach Atlanta – und es regnete nicht, als ich ankam. Aber nicht allzu lange, denn ca. 4 Stunden später, als wir starten sollten, regnete es wieder. Und der Regen hatte seine Brüder Donner und Blitz  mitgebracht. Keine Chance abzufliegen. Daher warteten wir ca. 2 Stunden im Flugzeug bis wir starten konnten. Daher kam ich zeitig in der Früh in Dallas an, nahm ein Shuttle zu meinem Hotel und nach einigen Zigaretten in meinem Raucherzimmer, und nachdem ich mein Gewand an seinem Platz verstaut hatte, fiel ich in einen tiefen Schlaf.

Nach einem großen Frühstück brachte mich ein Hotelshuttle zum Richardson Civic Center, wo ich mein Eintrittsticket klarmachen wollte (ohne Chance), aber ich fand heraus, in welchen Räumlichkeiten die Veranstaltung stattfinden sollte. Obwohl das Shuttle mich zum Hotel zurückgebracht hätte, entschloss ich mich, zu Fuß zu gehen. Für Amerikaner ein kriminelles Unterfangen. Aber die Strecke war nicht so weit, die Richtung einfach zu finden – und ich bin immer sehr stur. Es war eine gute Entscheidung, den Plan im Internet anzuschauen und zu drucken. Mit einigen Schwierigkeiten, meine Sturheit verdammend, hatte ich schließlich Erfolg, mit einer Zunge wie trockenes Papier. Wenn einige Amerikaner zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dass ich verrückt bin – nun wussten sie es. Und ich glaube, ich wollte gar nicht erst wissen, was sie wirklich von meinem Spaziergang entlang der Strassen hielten. Ich war wirklich froh, dass die Polizei nicht kam, um mir zu „helfen“.

Nun zurück zu meiner trockenen Zunge – neben meinem Hotel war ein Restaurant genannt „Humperdink´s“ und ich hoffte hineingehen und ein Bier trinken zu können – es war möglich, und das Größte war, ich konnte rauchen während ich trank. Dann ging ich sehr zeitig schlafen, sehr zufrieden mit meinem ersten Tag.

Um ca. 22.00 Uhr regnete es wieder! Ich sollte über einen Job als Regenmacher in Amerika nachdenken (ich sollte auch eine Wüste besuchen, um zu sehen, was dort geschehen würde!).

 

Samstag – der erste wirklich wichtige Tag – die Veranstaltung würde um 11.00 Uhr beginnen. Ich nahm wieder ein wundervolles, großes Frühstück zu mir, motzte mich auf  und entschloss mich, ein Taxi zur City Hall zu nehmen, um nicht zu müde zu sein, wenn die Veranstaltung begann. Stunden des Stehens und Herumgehens warteten auf mich. Circa 1/2 Stunde vor Beginn bekam ich meinen Speed-Pass – ohne Probleme – großartig!

Mich daran erinnernd, dass meine letzten Fotos lausig waren, hatte ich eine Menge im Gebrauch meiner Kamera umgestellt, und ich hatte auch eine ganz einfache Kamera mit. Um 11.00 Uhr betrat ich die Veranstaltung und sah mich um, wo Robert sitzen würde. Und ich fand ihn – wieder ohne Bart. Diesmal in weiß gekleidet und freundlich wie immer. Ich musste ihn überreden mir mein erstes Autogramm zu verkaufen (das ist nur ein Scherz). Ich hatte auch die Gelegenheit, ein wenig mit ihm zu sprechen. Ich sah mich nicht sehr viel um – der Rest der Veranstaltung war nicht wirklich interessant für mich. Aber ich fotografierte sehr viel – alles in allem mehr als 100 Fotos am ersten Tag  - ich hoffte, 10 oder 20 würden gut genug für Bettinas Website sein (ich würde es ja zuhause sehen). Um 14.00 Uhr ging ich zu Roberts Interview, er war guter Laune, sehr lustig und er begann umwerfend, denn seine erste Aktion war es, den Ständer mit der amerikanischen Fahne umzuwerfen.

Aus dem Publikum kamen Fragen  über seinen Werdegang, seine besten und schlechtesten Erfahrungen mit Star Trek, wie er seine Rolle in dieser Serie bekam. Er sprach auch über seine Erfahrungen mit Brannon Braga und Paul Bartel, wie er zu „Eating Raoul“ kam und zu „Night of the Comet“ (nun auf DVD). Er erzählte uns, dass er zuerst (während der Schulzeit) an Sport interessiert war, und einmal ein wirklich unbekanntes College ihn als Quarterback wollte. Aber zur selben Zeit war er auch daran interessiert, in Shakespeares „Romeo und Julia“ zu spielen, und dass es Julia (= Barbara) war, die ihn beeinflusste, Shakespeare zu spielen und Fußball zu vergessen. Er erwähnte, dass der Film „Patriotville“ bald gezeigt werden würde.

Alles in Allem war es wirklich gut, keine dummen Fragen, seine Parodien von Janeway, Braga und Bartel etc. – eine gute Atmosphäre – großartig! Es machte mich nur traurig, dass er mir erzählte, er würde im September nicht Theater spielen.

Die Zeit nach seinem Interview war ruhig, nicht so viele Leute wollten ein Autogramm. Ich hatte wieder die Gelegenheit mit Robert zu sprechen und auch mit seiner „helfenden Hand“ Linda – sie war sehr nett  und ihr Deutsch wirklich gut. Um ca. 17.30 verlies Robert seinen Platz, um sich zu erholen – während der ganzen Zeit konnte er nicht essen, nur Wasser trinken – ein schwerer Job.   

 Um meinen Tag glorios abzuschließen, entschied ich mich wieder zu Fuß zu meinem Hotel zu gehen (es war nicht möglich ein Taxi zu bekommen). Ich nahm meine Schuhe in die Hand und startete – ich hoffe, das war kein Verbrechen. Ich konnte Bettinas Lachen über mich hören. Aber obwohl es tagsüber geregnet hatte, regnete es nicht auf meinem Heimweg (oder genauer auf dem Weg zu „Humperdink´s“ auf ein Bier). Zurück in meinem Hotel beschäftigte ich mich mit der Auflösung von Sudokus bis ich schlafen ging.

Doch in meinem Bad fand ich eine große Überraschung – ein „nettes“ Tier, ich würde es eine Kakerlake nennen, hatte sich entschlossen, mich zu besuchen. Ich hätte das Eichhörnchen, das ich draußen gesehen hatte, vorgezogen. Also schloss ich schnell die Tür und vergaß diesen Raum bis zum nächsten Morgen. Gott sei Dank, der kleine „Freund“ hatte verstanden, dass ich ihn nicht eingeladen hatte und war verschwunden – ich wollte gar nicht wissen, wo er jetzt war.

 

Nach meinem üblichen Frühstück am Sonntag und meinem Herausputzen ging ich wieder zur City Hall mit meinen Schuhen in der Hand. Es war ein bequemer Spaziergang von ca. 25 Minuten. Ich war zeitig genug dran, um meine Schuhe wieder anzuziehen bevor ich die Halle betrat.

Roberts Tisch war entfernt worden und es gab keinen Platz mit seinem Namen, aber ich nahm an, er würde wieder neben Mr. Hampton sitzen (ein sehr ulkiger Kerl). Ich hatte noch ca. 57 Fotos für Sonntag zu machen, aber der Platz hier war nicht so bequem wie am Samstag. Wie auch immer, ich würde diese Bilder machen. Wir begrüßten uns wieder (Robert in schwarz gekleidet), und nach kurzer Zeit bot er mir einen Sitzplatz hinter seinem Tisch an. Möglicherweise konnte er es nicht mehr ertragen, mich vor sich zu sehen, oder er versuchte dadurch meine Fotografierwut loszuwerden (nein, das war nur ein Spaß).

Nach einiger Zeit fragte er mich, wie spät es sei (das war ca. um 13.00 Uhr) -  er erzählte mir, dass er in 1/2 Stunde gehen müsse, zu seinem Heimflug nach Los Angeles. Gut, ich hatte in dieser Zeit noch 46 Bilder zu machen. Und – wie wohlbekannt- bin ich stur – ich schaffte es! Möglicherweise war mein Gesicht manchmal ein bisschen blau vom Luft anhalten. Ich hatte noch nicht erwähnt, dass ich mein zweites Autogramm bekam – natürlich! Und ich hatte auch Zeit genug ihn über sein Komponieren von Chorälen zu befragen. Er sagte, er habe jetzt ca. 10 Choräle fertig und dass er mehr und mehr über das Komponieren lernt und sie von einem zum nächsten perfektioniert.

Um 13.30 Uhr erinnerte ich ihn, dass er jetzt gehen wollte. Noch schnell ein paar Fotos mit der Belegschaft und wie üblich ein letztes Lebewohl – für mich das Ende dieser Veranstaltung. Natürlich ging ich mit den Schuhen in der Hand zurück zu „Humperdink´s“, mit einer Menge Eindrücke und Gefühle in meinem Verstand und meinem Herzen.

Nur um es zu erwähnen: ich erreichte mein Flugzeug nach Wien nicht rechtzeitig (der Flug von Dallas nach Atlanta hatte Verspätung), daher verbrachte ich eine lange Zeit auf dem Flughafen von Atlanta, um einen Tag später um 15.35 Uhr über Paris nach Wien zu fliegen, das bedeutete Stunden und Stunden Herumstehen und Herumgehen (ohne Schlaf).

Nein, das war nicht das Ende der Geschichte, ich verpasste auch mein Flugzeug in Paris – 2 1/2 Stunden mehr um zu warten, und ein anderer Flughafen, wo ich herumstand, herumsaß, herumging und wartete (ohne zu schlafen).  Mehr als 50 Stunden ohne Schlaf – ein neuer persönlicher Rekord für mich – ich bin in einer wirklich guten Verfassung!

P.S.: Als ich in Wien ankam, regnete es!

 

Copyright Monika P. (Juli 2007)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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